Du platzierst eine Order zu einem Preis, und sie füllt zu einem anderen. Diese Lücke ist Slippage, eine der häufigsten und missverstandensten Kosten im Krypto-Handel. Sie ist meist klein, gelegentlich brutal und immer verstehenswert, denn du kannst viel davon steuern. Hier, was Slippage ist, warum sie für oder gegen dich gehen kann, wie eine Toleranz schützt und die Bedingungen, die sie verursachen.
Was Slippage ist
Slippage ist die Differenz zwischen dem erwarteten Preis bei der Order und dem Preis der tatsächlichen Füllung. Sie passiert, weil der Markt sich im Moment des Wegs und der Ausführung bewegt oder deine Order größer als die Liquidität zum besten Preis ist. Es ist keine Gebühr und kein Bug; es ist das natürliche Ergebnis des Handelns gegen einen lebendigen, bewegten Markt. Jede Market-Order trägt ein Slippage-Risiko, meist ein winziges.
Negativer vs positiver Slippage
Slippage schneidet in beide Richtungen. Negativer heißt einen schlechteren Preis als erwartet: dein Kauf füllt höher, dein Verkauf tiefer. Das fürchtet man. Doch auch positiver passiert, wenn der Preis zwischen Order und Füllung zu deinen Gunsten läuft und du besser als verlangt bekommst. Im Schnitt ist Slippage eine Kosten, aber nicht immer gegen dich; es ist schlicht der Markt, der zum Füllzeitpunkt anders ist.
Slippage-Toleranz
Eine Slippage-Toleranz ist ein Limit, wie viel Slippage du akzeptierst. Du sagst der Börse, nur zu füllen, wenn der Preis innerhalb, sagen wir, eines halben Prozents vom erwarteten liegt; hat der Markt sich mehr bewegt, wird die Order abgelehnt statt zu schlechtem Preis gefüllt. Es ist ein Sicherheitsventil gegen eine wilde Füllung in schnellen Bedingungen. Zu eng gesetzt füllen Orders nicht; zu locker riskierst du einen bösen Preis.
Was Slippage verursacht
Drei Bedingungen treiben Slippage. Volatilität ist die größte: bewegt sich der Preis schnell, hat er sich zum Füllen wohl verschoben. Dünne Liquidität folgt: auf einem flachen Buch ist wenig zum besten Preis, also klettern Orders durch schlechtere. Und Größe zählt: eine große Order relativ zum Buch frisst viele Preisebenen und garantiert Slippage. Ruhigere Märkte, tiefere Paare und kleinere Größen zu handeln senkt sie alle.
Fazit
Slippage ist die Lücke zwischen erwartetem und erhaltenem Preis, sie kann negativ, schlechter für dich, oder positiv, besser, sein. Eine Toleranz begrenzt, wie viel du akzeptierst, und lehnt Füllungen ab, die zu weit abweichen. Verursacht wird sie vor allem von Volatilität, dünnen Orderbüchern und großen Orders relativ zur Liquidität. Du kannst sie nicht ausschalten, aber liquide Paare in ruhigeren Bedingungen mit sinnvollen Größen und gesetzter Toleranz halten sie klein. Um die Grundlagen weiter zu lernen, folge weiteren Beiträgen der Bitbase Academy.
Weiterführende Artikel
Weitere Bitbase-Artikel zu diesem Thema:
- Bagholder, Degen, Maxi und Exit Liquidity: Krypto-Typen
- Bridge-Gebühren, Finalität, Slippage und feststeckende Transfers
- Fehlgeschlagene, stornierte und verfallene Orders im Krypto
Haftungsausschluss: Dieser Artikel ist Bildungsinhalt der Bitbase Academy, nur zu Informationszwecken. Er ist keine Anlage-, Handels-, Steuer- oder Finanzberatung. Krypto-Assets sind volatil — schätze dein Risiko selbst ein. Stand Juni 2026; maßgeblich sind die aktuellen offiziellen Informationen.
Quellen
[1] Investopedia, "Slippage: What It Means in Finance, With Examples" investopedia.com
[2] Investopedia, "Market Order: Definition, Example, Vs. Limit Order" investopedia.com
[3] Investopedia, "Bid-Ask Spread: Definition, Meaning, and How It Works" investopedia.com






