Bitcoin hat ein ungewöhnliches On-Chain-Signal erzeugt, das in fast zwei Jahrzehnten verfügbarer Daten offenbar noch nie zuvor aufgetreten ist, so der bekannte On-Chain-Analyst Willy Woo.
Woo hat das entdeckt, was er als "Anomalie" in Bitcoins HODL-Wave-Daten beschreibt. "Wir haben eine ANOMALIE", schrieb Woo auf X.
Laut dem Analysten scheint wer auch immer Bitcoin rund um den Boden akkumuliert hat, dies schrittweise getan zu haben, anstatt aggressiv in einem kurzen Zeitraum zu kaufen.
"Wer auch immer den Boden gekauft hat, tat es langsam. Möglicherweise sogar ein einzelner Wal", sagte Woo.
Breite Akkumulation hat historisch klare Spitzen in Bitcoins jüngsten HODL-Wave-Bändern erzeugt. "Wenn es viele Investoren sind, erwartet man Spitzen in der Kaufaktivität. Das ist jedes Mal in 17,5 Jahren Hodl-Wave-Daten passiert, außer jetzt", erklärte Woo.
Ein Wal hinter dem Boden?
HODL-Waves unterteilen Bitcoins umlaufendes Angebot danach, wie lange Coins unbewegt geblieben sind.
Die jüngsten Bänder sind besonders nützlich, um kürzliche Kaufaktivität zu erkennen, weil neu erworbene Coins zunächst dort erscheinen, bevor sie allmählich in ältere Altersbänder wandern, wenn sie ruhen bleiben.
Wenn diese Coins unberührt bleiben, wandern sie in ältere HODL-Wave-Kategorien. Wenn sie erneut ausgegeben werden, kehren sie in die jüngsten Bänder zurück.
Normalerweise würde ein Bitcoin-Boden, begleitet von breiter Investorenbeteiligung, daher auffällige Aktivitätsschübe in diesen kurzfristigen Wellen erzeugen. Diesmal jedoch fehlen solche Spitzen.
Daher ist es möglich, dass dies auf einen sehr großen Investor oder eine relativ kleine Anzahl von Entitäten zurückzuführen ist, die still Bitcoin akkumulieren.
Keine voreiligen Schlüsse ziehen
Die Erklärung mit dem einzelnen Wal bleibt nur Woos Interpretation.
Er hat eingeräumt, dass andere Faktoren es erklären könnten, darunter ETFs, institutionelle Verwahrung, Derivate und so weiter.
Bitcoins Marktstruktur hat sich dramatisch verändert, seit HODL-Wave-Daten erstmals verfügbar wurden.
Bitcoin bleibt auf wackligem Boden
Wie von U.Today berichtet, ist die führende Kryptowährung am Donnerstag kürzlich unter die psychologisch wichtige Marke von 77.000 $ gefallen.
Bitcoin hat sich seit den Tiefstständen vom Donnerstag wieder erholt, aber der Markt bleibt fragil wegen der hohen Wahrscheinlichkeit einer bevorstehenden Zinserhöhung.
Für Freitag ist ein größerer Derivate-Verfall geplant. Laut Coinbase Markets laufen Bitcoin- und Ethereum-Optionen im Wert von etwa 2,51 Milliarden Dollar aus. BTC macht die überwältigende Mehrheit des Gesamtvolumens aus.






