Bloomberg Intelligence (Bloomberg Intelligence) leitender Makrostratege Mike McGlone warnte in seinem neuesten Kommentar, dass Bitcoin schnell seinen Status als unabhängiges "digitales Gold" verliert und zu einer gewöhnlichen Börsen-"Marionette" degradiert wird. Er ist der Ansicht, dass Bitcoins starre Korrelation mit dem US-Aktienmarkt in Kombination mit der unvermeidlichen Straffungspolitik der Federal Reserve ein kritisches Abwärtssignal für dieses führende Krypto-Asset erzeugt hat, dessen Preis auf Mehrjahrestiefs fallen könnte.
Die Analyse von Bloomberg Intelligence weist darauf hin, dass drei große Druckfaktoren nun bärische Signale im Chart ausgelöst haben:
- Technische Obergrenze: Die Erholung stockte bei 76.746 $ und konnte die wichtige psychologische Schwelle von 80.000 $ nicht durchbrechen.
- Zinsfaktor: Einjährige Federal-Funds-Futures (FF13-FF1) haben bereits Erwartungen auf weitere 70 Basispunkte Zinserhöhungen der Fed eingepreist, was Liquidität aus spekulativen Märkten abzieht.
- Überhitzung der Wall Street: Der S&P 500 ist stark von seinem 200-Wochen-Durchschnitt abgewichen, und das Risiko großflächiger Gewinnmitnahmen durch institutionelle Anleger steigt stark an.
Bitcoin ist zu abhängig vom Aktienmarkt, und das ist keine gute Nachricht
McGlones Aussage ist sehr klar: Bitcoin fungiert nicht mehr als defensiver Vermögenswert. In den vergangenen fünf Jahren entsprach seine Rendite lediglich der des S&P 500, während Anleger einer fast dreifachen Volatilität ausgesetzt waren.
Aus Sicht der Portfolioanalyse ist dies ein ineffizienter Trade, der Bitcoins Status als "sicherer Hafen" untergräbt. Die Verwässerung innerhalb der Branche selbst hat die Lage weiter verschlechtert: Bitcoin wurde 2009 als einzigartiges Instrument geboren, doch heute wird es von Millionen neu aufkommender Altcoins nach unten gezogen, gezwungen, ein höheres Beta zu tragen, und letztlich an Technologieaktien gebunden.
Seine enge Beziehung zur Wall Street macht den Kryptomarkt anfällig für systemische Schocks. Schätzungen von McGlone zufolge wird Bitcoin, wenn der S&P 500 in eine natürliche Korrekturphase eintritt und um 20 % fällt, unweigerlich in Richtung seines langfristigen fundamentalen Dreh- und Angelpunkts fallen – etwa 10.000 $.
Dieses Szenario könnte nur dann ungültig werden, wenn Bitcoin seine Unabhängigkeit beweist und trotz fallender Aktienmärkte noch steigen kann. Derzeit deuten die makroökonomischen Indikatoren jedoch in genau die entgegengesetzte Richtung.






