Ein wieder aufgetauchter Bitcoin-Forum-Beitrag vom 7. September 2010 zeigt, wie dramatisch sich die Ökonomie des Minings verändert hat.
Damals berechnete ein früher Bitcoin-Nutzer, dass die Erzeugung eines einzelnen Blocks auf seinem Heimcomputer etwa 5,68 US-Dollar an Stromkosten verursachen würde.
Die Block-Subvention betrug damals 50 BTC, aber der Miner bezeichnete das Setup als "Nettoverlust".
Im Nachhinein ist man klüger
Der Nutzer TTBit gab an, ein Kill-a-Watt-Strommessgerät an seinen Computer angeschlossen zu haben und den Stromverbrauch bei ausgeschalteten Monitoren auf etwa 140 Watt gemessen zu haben.
Seine Maschine erzeugte etwa 2.200 Kilohashes pro Sekunde.
Er schätzte, dass es basierend auf der Schwierigkeit etwa 14 Tage und zwei Stunden dauern würde, um erfolgreich einen Bitcoin-Block zu minen.
Das würde etwa 47,3 Kilowattstunden Strom verbrauchen. Bei einem Strompreis von 12 Cent pro Kilowattstunde beliefen sich die resultierenden Kosten auf 5,68 US-Dollar.
"Es würde mich 47,327 kWh kosten, einen Block zu erzeugen; bei 12 Cent pro kWh sind das 5,68 US-Dollar pro Block, ein Nettoverlust", schrieb der Nutzer.
Ja, Sie haben richtig gelesen: Der Nutzer debattierte tatsächlich darüber, ob es wirtschaftlich war, weniger als 6 US-Dollar für Strom auszugeben, um die Chance auf 50 Bitcoin zu erhalten.
Damals hatte die Flaggschiff-Kryptowährung nur sehr wenig wirtschaftlichen Wert.
Das Mining wurde damals noch weitgehend mit gewöhnlichen CPUs durchgeführt, und Forennutzer stritten sich darüber, ob es sinnvoller war, Bitcoin zu erzeugen oder einfach zu kaufen. GPU-Mining war damals noch nicht wirklich verbreitet.
Im selben Thread erwähnte TTBit Berichte von Nutzern, die mit Grafikkarten und CUDA-Software etwa 25.000 Kilohashes pro Sekunde erreichten. Der Nutzer spekulierte, dass GPU-Mining Bitcoin wieder profitabel machen könnte, wenn der Stromverbrauch unter etwa 1.000 Watt bliebe.
Ein anderer Teilnehmer berichtete, mit einer Nvidia GTX 260 etwa 33.000 Kilohashes pro Sekunde zu erreichen, bei einem Verbrauch von etwa 200 Watt. Das war weitaus effizienter als CPU-Mining.
Der Thread zog sogar den Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto an. Satoshi schätzte, dass ein 24-Kern-AMD-System etwa 66.000 Kilohashes pro Sekunde erreichen könnte.
TTBit versuchte, das zukünftige Schwierigkeitswachstum zu modellieren und sagte bis Ende 2010 ein Niveau von etwa 6.672 voraus. Ein anderer Nutzer hielt selbst diese Schätzung für möglicherweise konservativ.
"Wenn der Trend anhält, wird es in naher Zukunft ziemlich schwierig sein, Coins zu erzeugen", schrieb TTBit.
Diese Vorhersage erwies sich in ihrer Richtung als korrekt.






