Die größten Bitcoin-Miner haben effektiv aufgehört zu verkaufen und sind zu einem strikten Halte-Modus übergegangen, angetrieben durch einen massiven strukturellen Wandel in der gesamten Branche. In den letzten sechs Monaten haben öffentliche Miner ihre realisierte Hashrate kollektiv um 15 % reduziert und rund 56 EH/s an Rechenleistung vollständig abgeschaltet.
Branchenberichte bestätigen, dass dieser Schritt keine Kapitulation war – die Unternehmen lenken ihre Ressourcen bewusst in Richtung Hochleistungsrechnen (HPC) und KI-Infrastruktur um.
Die Diagramme zum "größten Ausstieg" zeigen deutlich, wer diesen Exodus anführte: Cango und IREN haben in der ersten Jahreshälfte 29,5 EH/s bzw. 21,9 EH/s abgeschaltet. Diese beiden Akteure machten 68 % des gesamten Rückgangs der Kapazität bei öffentlichen Unternehmen aus. Rückgänge wurden auch bei Cipher, Riot, TeraWulf und CleanSpark verzeichnet.

Diese technologische Transformation kommt die Branche jedoch teuer zu stehen: Die kombinierten Ausgaben der Unternehmen für die Umwidmung von Rechenzentren für künstliche Intelligenz haben bereits 30 Milliarden US-Dollar überschritten.
Die Investitionsausgaben der sechs größten Infrastrukturanbieter für diesen Übergang haben ihre aktuellen Betriebseinnahmen um fast das 15-fache übertroffen.
Das Geld für Supercomputer ist ausgegangen. Im guten Sinne.
Diese enorme Finanzierungslücke war es, die die Miner zwang, während der Sommerrallyes ihre geschürften Bitcoins aktiv zu verkaufen. Diagramme der CryptoQuant-Plattform zeigen, dass der Miner-Positionsindex (MPI) während des Bitcoin-Preisanstiegs im August kurzzeitig auf 2,8 sprang – ein Niveau, das traditionell auf weit verbreitete Gewinnmitnahmen zur Deckung laufender Ausgaben hindeutet.
Doch sobald die Haupttranchen für den Kauf von KI-Ausrüstung gedeckt waren und die Notwendigkeit, ihre Krypto-Wallets zu leeren, verschwand, legten die Miner sofort eine Pause ein.
Laut frischen On-Chain-Daten der Bitfinex-Börse für September 2026 ist der MPI auf -1,2 eingebrochen, weit unter dem Jahresdurchschnitt. Der Fluss von Kryptowährungen aus den Wallets der Miner zu den Börsen ist praktisch versiegt.
Der Verkaufsanstieg erwies sich als einmalige Episode, und der Index kehrte in tief negatives Terrain zurück.
Für den Markt ist dies ein starkes fundamentales Signal: Die Miner haben aufgehört, die Börsen mit überschüssigen Coins zu überfluten, haben sich in ihren neuen Positionen eingerichtet und warten einfach auf günstigere Preise, was einen Effekt eines stark begrenzten Angebots auf dem Markt erzeugt.






