Der Zahlungsriese MoneyGram hat seinen Eintritt in den Markt für Debitkarten auf Stablecoin-Basis angekündigt und Lateinamerika als Startmarkt gewählt. Das Projekt basiert auf dem Stellar-(XLM)-Blockchain-Netzwerk, das die neue virtuelle Visa-Karte antreibt.
Der Pilotstart erfolgte in Kolumbien in Partnerschaft mit der Fintech-Plattform Rain und dem Krypto-Dienst Crossmint, wodurch Nutzer in der Region digitale Dollar direkt in alltägliche Einkäufe umwandeln können.
Das Produkt ist auf die Besonderheiten des lateinamerikanischen Marktes zugeschnitten, wo grenzüberschreitende Rücküberweisungen traditionell eine große Rolle spielen und Verbraucher zugängliche Instrumente suchen, um ihre Gelder vor Inflation zu schützen.
Automatische USDC-Umwandlung, Apple-Pay-Integration und keine Einlagensicherung: Wichtige technische Details des Projekts
Das Kernmerkmal seiner auf Stellar basierenden Architektur ist die automatische Umwandlung an der Kasse. Kunden halten ihre Guthaben in USDC, während das System die Kryptowährung im Moment des Kaufs sofort in Fiat-Pesos für die Abwicklung über das globale Netzwerk von Visa umwandelt.
Das Stellar-Netzwerk bietet Transaktionsgeschwindigkeit, während Crossmint die Infrastruktur für die Verwahrung der Wallets bereitstellt. Das Unternehmen bestätigte außerdem, dass die Karte bald den eigenen Stablecoin von MoneyGram, MGUSD, unterstützen wird, der Anfang dieses Jahres auf Stellar ausgegeben wurde.
Die Nutzung der Stellar-Blockchain in Lateinamerika wird von den Plänen der Partner angetrieben, den Rücküberweisungsmarkt zu transformieren: Statt Bargeld abzuheben, werden Empfänger direkt zu bargeldlosen Zahlungen übergehen können.
Bis Ende 2026 plant MoneyGram die Ausgabe physischer Karten, die es Nutzern ermöglichen werden, lokale Währung an Geldautomaten abzuheben, und die Ausweitung des Dienstes auf andere Länder der Region.
Die Nutzer werden außerdem daran erinnert, dass Stablecoin-Guthaben keine Bankeinlagen sind und nicht durch staatliche Einlagensicherungsprogramme geschützt werden.






